Teure Software? Brauchst du nicht. 10 kostenlose Alternativen für Selbstständige
Adobe will monatlich Geld, Microsoft will jährlich Geld, und jedes Tool mit „Pro“ im Namen will beides. Für Selbstständige und Nebenerwerbler summiert sich das schnell auf mehrere hundert Euro im Jahr – bevor der erste Euro verdient ist.
Dabei gibt es für fast jede Bezahl-Software eine kostenlose Alternative, die für 90 Prozent der Aufgaben reicht.
Bildbearbeitung: GIMP statt Photoshop
GIMP ist Open Source und bietet die Werkzeuge, die man wirklich braucht: Ebenen, Masken, Retusche. Die Oberfläche ist gewöhnungsbedürftig, aber nach ein paar Tagen sitzt es. Für schnelle Bearbeitungen unter Windows reicht oft auch Paint.NET.
Vektorgrafik: Inkscape statt Illustrator oder CorelDRAW
Logos, Icons, Druckvorlagen: Inkscape ist kostenlos und für die meisten Aufgaben völlig ausreichend. Einzelne Profi-Funktionen fehlen, aber wer Logos für Kunden baut, kommt damit weit.
Videoschnitt: DaVinci Resolve statt Premiere Pro
Die vielleicht beste Gratis-Software überhaupt. Die kostenlose Version von DaVinci Resolve wird in Hollywood für Farbkorrektur genutzt und enthält Schnitt, Audio und Effekte. Einsteigerfreundlicher, aber weniger mächtig: Kdenlive (Open Source).
Streaming und Aufnahme: OBS Studio
Bildschirmaufnahmen, Tutorials, Livestreams auf YouTube oder Twitch – OBS Studio ist kostenlos, Open Source und Standard in der Szene.
Office: LibreOffice oder Google Docs statt Microsoft 365
LibreOffice läuft lokal, kann Word-, Excel- und PowerPoint-Dateien öffnen und PDFs erstellen. Bei komplexen Excel-Tabellen gibt es gelegentlich Formatierungsprobleme. Google Docs, Sheets und Slides laufen im Browser und sind ideal, wenn du mit Kunden gemeinsam an Dokumenten arbeitest.
Design: Canva Free
Für Social-Media-Grafiken, Präsentationen und Flyer reicht die Gratis-Version von Canva mit Millionen Vorlagen. Die Pro-Version lohnt sich erst, wenn du regelmäßig Hintergründe freistellst oder Designs in viele Formate umrechnen musst.
Rechnungen: Gratis-Tarife von Buchhaltungs-Tools
Mehrere deutsche Anbieter haben kostenlose Einstiegstarife, mit denen sich Angebote und Rechnungen erstellen lassen – etwa Papierkram mit seiner Free-Version. Für mehr Funktionen wie Buchhaltung oder Bankanbindung zahlst du dann.
Sicherheit: Windows Defender statt Antivirus-Abo
Der in Windows eingebaute Schutz ist seit Jahren solide und belastet das System kaum. Für die meisten Nutzer ist ein zusätzliches Antivirus-Abo schlicht überflüssig.
Passwörter: Bitwarden
Ein Passwortmanager ist Pflicht, sobald du Kunden-Zugänge verwaltest. Bitwarden ist Open Source und in der Gratis-Version für Einzelnutzer voll alltagstauglich.
Website: WordPress
Die Software selbst kostet nichts. Du zahlst nur Hosting und Domain. Tausende kostenlose Themes und Plugins decken fast alles ab, was ein kleines Business braucht.
Fazit
Software-Abos sind die stillen Kostenfresser jeder Selbstständigkeit. Starte mit den Gratis-Alternativen. Wechsle erst, wenn dir ein konkreter Kundenauftrag eine Funktion abverlangt, die nur das Bezahl-Tool hat – dann zahlt der Auftrag das Abo.
Stand: September 2026. Funktionsumfang und Preise können sich ändern.