Impressum und Datenschutz per Generator – Laptop mit geprüftem Dokument, Paragrafenzeichen und Schutzschild mit Schloss

Impressum und Datenschutzerklärung per Generator: Was AdSimple kann und kostet

Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links (gekennzeichnet mit *). Wenn du darüber ein Paket kaufst, erhalten wir eine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts. Unsere Einschätzung bleibt davon unabhängig – inklusive der Schwächen.

Jede Website in Deutschland und Österreich braucht zwei Texte, die niemand gern schreibt: ein Impressum und eine Datenschutzerklärung. Wer sie vergisst oder aus dem Netz zusammenkopiert, lädt Abmahnanwälte zum Frühstück ein. Wer einen Anwalt beauftragt, zahlt schnell einige hundert Euro – für eine einzige Seite.

Dazwischen gibt es Generatoren. Einer der bekanntesten im deutschsprachigen Raum kommt aus Österreich: AdSimple. Wir haben uns angesehen, was der Dienst kann, was er kostet und für wen sich die Bezahlversion lohnt.

Warum du Impressum und Datenschutzerklärung brauchst

Die rechtliche Lage ist eindeutig, auch wenn die Paragrafen gern umbenannt werden:

  • Impressum in Deutschland: Pflicht nach § 5 Digitale-Dienste-Gesetz (DDG), das im Mai 2024 das alte Telemediengesetz abgelöst hat. Betroffen ist praktisch jede geschäftsmäßige Website – und dazu zählt schon ein Blog mit Werbung oder Affiliate-Links.
  • Impressum in Österreich: Pflicht nach E-Commerce-Gesetz und Mediengesetz.
  • Datenschutzerklärung: Pflicht nach der DSGVO, sobald du personenbezogene Daten verarbeitest. Das passiert bereits, wenn dein Server IP-Adressen speichert, du ein Kontaktformular anbietest oder Google Fonts, YouTube-Videos oder Statistik-Tools einbindest.
  • Cookie-Einwilligung: Für nicht notwendige Cookies und Tracking verlangt § 25 TDDDG in Deutschland eine vorherige Einwilligung. Deshalb brauchst du einen Cookie-Banner, sobald du Analytics, Werbenetzwerke oder Social-Media-Einbindungen nutzt.

Das Problem ist nicht, einmal einen Text zu haben. Das Problem ist, dass er aktuell bleiben muss. Neues Plugin, neues Statistik-Tool, neue Rechtsprechung – und die Datenschutzerklärung stimmt nicht mehr.

Was ist AdSimple?

AdSimple ist eine Online-Marketing-Agentur aus Österreich, die neben SEO, Social Media und Webdesign seit Jahren Rechtstext-Generatoren betreibt. Nach eigenen Angaben verwalten über 50.000 Websites ihre Texte mit AdSimple. Die Generatoren gibt es in einer Version für Deutschland und einer für Österreich.

Das Angebot besteht aus drei Bausteinen:

  • Impressum-Generator: Fragt deine Daten ab und erzeugt in wenigen Klicks ein Impressum für Website und Social-Media-Profile.
  • Datenschutz-Generator: Du wählst aus, welche Dienste du nutzt – etwa Google Analytics, Meta-Pixel, YouTube, Newsletter-Tools, Zahlungsanbieter –, und bekommst eine passende Datenschutzerklärung, die bei Rechtsänderungen aktualisiert wird.
  • Consent Manager: Ein Cookie-Banner mit Unterstützung für den IAB-Standard (TCF), Geo-Targeting und A/B-Tests. In den Premium-Paketen ist er enthalten.

Kostenlos oder Premium?

Das ist die entscheidende Frage – und hier wird es interessant.

Die kostenlose Version

Die Generatoren für Impressum und Datenschutzerklärung lassen sich kostenlos nutzen. Der Haken: Du musst AdSimple als Quelle nennen und verlinken. Außerdem ist die Gratis-Version auf eine Domain beschränkt und in Umfang und Updates eingeschränkt.

Für einen privaten Blog oder ein kleines Nebenprojekt ist das oft völlig ausreichend. Wer sich an dem Quellenlink nicht stört, bekommt einen soliden Grundtext ohne einen Cent zu zahlen.

Die Premium-Pakete

Laut AdSimple (Stand September 2026, Preise netto) gibt es vier Varianten:

PaketPreisDomainsUpdates
Single-Lizenz299 € einmalig16 Monate
Lifetime-Lizenz499 € einmalig1unbegrenzt
Business-Paket14,90 € pro Monat (2 Jahre Mindestlaufzeit)1laufend, monatlicher Datenschutz-Scan
Agency-Paket29,90 € pro Monat (1 Jahr Mindestlaufzeit)10, jede weitere 5 € im Monatlaufend, monatlicher Datenschutz-Scan

Alle Premium-Pakete enthalten laut Anbieter:

  • sämtliche verfügbaren Datenschutz-Textbausteine,
  • Texte auf Deutsch und Englisch,
  • keinen Pflicht-Quellenlink mehr,
  • die Erlaubnis, die Texte individuell anzupassen,
  • White-Label-Nutzung – interessant für Agenturen und Webdesigner, die Kundenseiten betreuen,
  • den Consent Manager als Cookie-Banner.

Die Preise können sich ändern. Maßgeblich ist immer die aktuelle Angabe auf der Anbieterseite.

Unsere Einschätzung

Was überzeugt

  • Schneller Einstieg: Impressum und Datenschutzerklärung stehen in einer Viertelstunde, ohne juristisches Vorwissen.
  • Baukasten statt Einheitstext: Du bekommst nur die Abschnitte, die zu deinen Tools passen. Das ist deutlich sauberer als ein kopierter Monstertext, in dem Dienste stehen, die du gar nicht nutzt.
  • Aktualisierung: Ändert sich die Rechtslage bei einem Baustein, den du verwendest, informiert AdSimple dich per E-Mail. In den Abo-Paketen kommt ein monatlicher Scan deiner Website dazu.
  • Deutschland und Österreich: Für Seitenbetreiber, die in beiden Ländern aktiv sind oder österreichische Kunden betreuen, ein echter Pluspunkt.
  • Alles aus einer Hand: Rechtstexte und Cookie-Banner vom selben Anbieter, statt drei Tools zu kombinieren.

Was du wissen solltest

  • Ein Generator ist keine Rechtsberatung. Das gilt für AdSimple wie für jeden anderen Anbieter. Er ist so gut wie deine Angaben. Wer vergisst, das Newsletter-Tool anzuklicken, hat eine unvollständige Datenschutzerklärung.
  • Mindestlaufzeit beim Business-Paket: Zwei Jahre Bindung sind für eine einzelne Website lang. Rechne vorher durch, ob die Lifetime-Lizenz auf Dauer günstiger ist.
  • Quellenlink in der Gratis-Version: Nicht jeder möchte einen fremden Link unter seinem Impressum.
  • Kaum unabhängige Nutzerbewertungen: Auf großen Vergleichsportalen finden sich bislang wenige Erfahrungsberichte. Die Verbreitung spricht zwar für den Dienst, ein breites Bewertungsbild fehlt aber.

Für wen lohnt sich welche Variante?

  • Privater Blog, Hobby-Projekt, erste eigene Website: Die kostenlose Version reicht meistens. Quellenlink setzen, fertig.
  • Selbstständige, Freelancer, kleine Online-Shops mit einer Website: Das Business-Paket oder die Lifetime-Lizenz. Entscheidend ist, wie oft du neue Tools einbaust. Wer viel ändert, profitiert von laufenden Updates und dem Cookie-Banner.
  • Webdesigner und Agenturen: Das Agency-Paket mit zehn Domains und White-Label ist der eigentliche Sweet Spot. Rechtstexte für Kundenseiten als Zusatzleistung anzubieten, ist ein naheliegendes Geschäftsmodell.
  • Komplexe Shops, sensible Daten, Gesundheit, Finanzen: Hier ersetzt kein Generator den Anwalt. Nutze den Generator als Grundlage und lass das Ergebnis prüfen.

Gibt es Alternativen?

Ja. Wir bevorzugen auf dieser Seite grundsätzlich kostenlose Lösungen, deshalb gehört der Hinweis dazu: Auch andere Anbieter wie eRecht24 oder der Datenschutz-Generator von Dr. Thomas Schwenke bieten Generatoren an, teils kostenlos für private Seiten, für gewerbliche Nutzung meist kostenpflichtig. Ein Vergleich lohnt sich, bevor du dich an ein Abo bindest.

Der Vorteil von AdSimple liegt in der Kombination: Impressum, Datenschutzerklärung und Cookie-Banner aus einer Hand, mit Österreich-Version und Agentur-Lizenz.

So startest du mit AdSimple

  1. Konto anlegen über die Anmeldeseite von AdSimple*.
  2. Land wählen: Deutschland oder Österreich.
  3. Impressum-Generator durchgehen: Name, Anschrift, Kontakt, Rechtsform, Registereintrag und Umsatzsteuer-ID eintragen.
  4. Datenschutz-Generator durchgehen: Alle Dienste anhaken, die deine Website tatsächlich nutzt – Hosting, Kontaktformular, Statistik, Schriftarten, eingebettete Videos, Newsletter, Zahlungsanbieter.
  5. Texte einbinden: Als eigene Seiten „Impressum“ und „Datenschutz“ anlegen und im Footer jeder Seite verlinken.
  6. Cookie-Banner prüfen: Wenn du Tracking oder Werbung nutzt, muss der Banner vor dem Laden dieser Dienste die Einwilligung abfragen.
  7. Regelmäßig prüfen: Bei jedem neuen Plugin oder Tool die Datenschutzerklärung ergänzen.

Fazit

AdSimple ist kein Wundermittel, aber ein sehr praktisches Werkzeug. Für private Seiten reicht die Gratis-Version mit Quellenlink. Wer beruflich eine Website betreibt, bekommt mit dem Business-Paket oder der Lifetime-Lizenz Ruhe vor dem Thema – solange die eigenen Angaben stimmen. Und für Agenturen ist das Agency-Paket mit White-Label ein echtes Arbeitswerkzeug.

Der größte Fehler ist ohnehin nicht der falsche Generator. Der größte Fehler ist, gar keinen Rechtstext zu haben – oder einen, der seit drei Jahren niemand mehr angefasst hat.

Jetzt bei AdSimple anmelden*

Häufige Fragen

Ist ein Impressum-Generator rechtssicher?

Ein guter Generator deckt die gesetzlichen Pflichtangaben ab. Rechtssicher wird das Ergebnis aber erst, wenn deine Angaben vollständig und korrekt sind. Eine individuelle Rechtsberatung ersetzt er nicht.

Brauche ich als Blogger wirklich ein Impressum?

In aller Regel ja. Sobald ein Blog nicht rein privat und familiär ist – etwa durch Werbung, Affiliate-Links oder regelmäßige Veröffentlichungen –, gilt er als geschäftsmäßig und braucht ein Impressum.

Darf ich die kostenlosen AdSimple-Texte ohne Link nutzen?

Nein. Die kostenlose Version setzt einen Quellenverweis mit Verlinkung voraus. Ohne Link brauchst du ein Premium-Paket.

Ist der Cookie-Banner in der Gratis-Version enthalten?

Der Consent Manager ist Teil der Premium-Pakete. Wer nur die kostenlosen Generatoren nutzt, braucht für den Cookie-Banner eine eigene Lösung, etwa ein Consent-Plugin für WordPress.

Quellen

Stand: September 2026. Alle Angaben ohne Gewähr. Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung. Mit * gekennzeichnete Links sind Affiliate-Links.